C-Ausbildung

 
Die C-Ausbildung ist der ideale Einstieg in die Welt der Kirchenmusik. In zwei bis drei Jahren lernst du alles, was du brauchst, um Gottesdienste eigenständig zu gestalten: Orgelspiel und Chorleitung gehören genauso dazu wie Gesang, Musiktheorie, Gehörbildung, Liturgik und Gregorianischer Choral.
 
 
 

Das lernst du

 
Die C-Ausbildung verbindet Einzelunterricht, Gruppenunterricht und gemeinsame Kurswochen. Dabei begleiten dich erfahrene Kirchenmusikerinnen und Kirchenmusiker persönlich. Sie geben dir Übetipps, unterstützen dich bei allen Fragen und bereiten dich auf deine ersten Einsätze in der Praxis vor. Aus dieser Begleitung entsteht oft eine Zusammenarbeit, die weit über die Ausbildung hinaus bestehen bleibt.
 
  • Einzelunterricht im Bezirkskantorat: Orgel, Stimmbildung
  • Gruppenunterricht im Bezirkskantorat: Chorleitung, Musiktheorie, Chorpraktisches Klavierspiel
  • Intensivkurse: Chorleitung, Liturgik, Gregorianik, Deutsche Liturgiegesang, Musikgeschichte
  • projektweise in den Bezirkskantoraten: Orgelkunde, chorische Stimmbildung
  
C-Ausbildung │Kinderchorleitung │ Kantorenkurs

Starte deine Ausbildung!

Der Einstieg in die C-Ausbildung ist jedes Jahr zum 1. Dezember möglich. Melde dich jetzt bei deinem Bezirkskantorat. Dort erhältst du alle Informationen, kannst deine Fragen stellen und deinen Einstieg planen.

Bezirkskantorat finden
 

Was muss man können? 

Keine Sorge: Du musst kein Profi sein. Wichtig sind Freude an Musik, Neugier und die Bereitschaft, regelmäßig zu üben. Bei einem etwa zehnminütigen Kennenlernen schauen wir gemeinsam, wo du musikalisch stehst. Dazu gehören:
  • zwei vorbereitete Klavierstücke
  • einfache Aufgaben zum Hören und Nachsingen
  • ein selbst gewähltes Lied
  • musikalische Grundkenntnisse
Wir möchten dich kennenlernen und einschätzen, wie wir dich auf deinem Weg am besten begleiten können. Kontaktiere einfach deinen Bezirkskantor/deine Bezirkskantorin und vereinbare einen Termin.
 
  
Die Intensivkurse

Das Herzstück der Ausbildung

Zweimal im Jahr kommen alle C-Schülerinnen und C-Schüler der Erzdiözese zu einer gemeinsamen Intensivwoche zusammen. Eine Woche lang dreht sich alles um Musik.

Du probst Chormusik, dirigierst, musizierst, feierst Gottesdienste und lernst viele Menschen kennen, die deine Begeisterung für Musik teilen. Viele sagen später: Diese Kurswochen gehören zu den schönsten Erinnerungen ihrer Ausbildung.

Jetzt anmelden
  

Der monatliche Ausbildungsbeitrag beträgt derzeit 56 Euro und wird bequem per SEPA-Lastschrift eingezogen. Wenn du lieber per Dauerauftrag oder Einzelüberweisung bezahlen möchtest, fällt eine Bearbeitungsgebühr von 2 Euro pro Monat an (monatlicher Beitrag: 58 Euro). Für die beiden zentralen Intensivkurse kommt lediglich ein Kostenbeitrag für Unterkunft und Verpflegung hinzu. Dieser beträgt derzeit ca. 200 Euro pro Kurs. Der Unterricht während der Kurswochen ist bereits im monatlichen Ausbildungsbeitrag enthalten. Für die Abschlussprüfung wird einmalig ein Prüfungsbeitrag in Höhe eines monatlichen Ausbildungsentgelts (derzeit 56 bzw. 58 Euro) erhoben. Die Kosten für deine Anreise sowie einige grundlegende Lernmittel (z. B. Standardnoten oder Fachliteratur) trägst du selbst. Alle weiteren Unterrichtsmaterialien und Unterrichtshefte stellt dir das Amt für Kirchenmusik kostenlos zur Verfügung.
 
 
  

Die gute Nachricht zuerst: Du musst nicht alle Prüfungen auf einmal ablegen. Du kannst die C-Prüfung in mehreren Teilen absolvieren und dich jedes Jahr für die Fächer anmelden, in denen du dich prüfungsreif fühlst. So kannst du dir deine Prüfungen gut einteilen und dich Schritt für Schritt auf den Abschluss vorbereiten. Sprich deinen persönlichen Prüfungsplan am besten mit deiner Bezirkskantorin oder deinem Bezirkskantor ab. 
Und noch etwas ist uns wichtig: Wir prüfen praxisnah, fair und in einer angenehmen Atmosphäre. Wenn du die Ausbildung engagiert mitmachst und regelmäßig übst, bist du bestens vorbereitet. Folgende Prüfungen sind zu absolvieren:
 
  • Liturgik (mündlich, 15 Minuten)
    Du wirst zum Aufbau des Kirchenjahres, der Eucharistiefeier und des Stundengebets sowie zum Sinn einzelner liturgischer Elemente befragt. Wenn du das Gotteslob mit seinen vielen Hinweisen und Formen kennst – am besten auch aus eigener Erfahrung –, bist du gut vorbereitet.
     
  • Singen und Sprechen (mündlich, 15 Minuten)
    Du singst ein Lied aus dem Gotteslob oder ein geistliches Lied und trägst eine Lesung vor. Beides kannst du selbst auswählen. Anschließend geht es um Atmung und Stimme, Aussprache, das Einsingen mit einem Chor und die musikalische Arbeit mit Kindern.

  • Gregorianischer Choral (mündlich, 15 Minuten)
    Sechs Wochen vor der Prüfung erhältst du einen einfachen Gesang zur Vorbereitung, den du vorsingst und erläuterst. Danach folgen Fragen zu Neumen, Notation, Formen und Geschichte des Gregorianischen Chorals. Zum Schluss singst du einen einfachen Gesang vom Blatt.

  • Deutscher Liturgiegesang (mündlich, 10 Minuten)
    Zur Vorbereitung erhältst du sechs Wochen vor der Prüfung einen Antwortpsalm aus dem Kantorenbuch. Außerdem singst du einen eingerichteten Psalm aus dem Gotteslob vom Blatt und zeigst, welche Formen des deutschsprachigen Singens in der Liturgie du kennst.

  • Chorleitung (30 Minuten)
    Die Prüfung besteht aus drei Teilen: Du dirigierst zunächst ein dem Chor bekanntes Werk, anschließend studierst du einen neuen vierstimmigen Liedsatz ein und zum Abschluss einen einstimmigen Gesang.

  • Liturgisches Orgelspiel (10 Minuten)
    Du bereitest ein Lied aus dem Gotteslob in verschiedenen Formen vor (Vor-, Zwischen- und Nachspiel sowie Begleitsatz auf einem und zwei Manualen). Außerdem erhältst du ein weiteres Lied, zu dem du ein kurzes Vorspiel improvisierst und den Begleitsatz vom Blatt spielst.

  • Orgelliteraturspiel (20 Minuten)
    Während der Ausbildung erarbeitest du mindestens 18 Werke. Für die Prüfung wählst du zwei davon aus, ein drittes Werk wird dir vorgegeben. Dabei sollen drei unterschiedliche Epochen vertreten sein.

  • Klavierspiel (10 Minuten)
    Die Anforderungen entsprechen denen der Aufnahme in den C-Unterricht.

  • Tonsatz (mündlich 15 Minuten, schriftlich 75 Minuten)
    In der mündlichen Prüfung spielst du verschiedene Kadenzen und findest die Harmonien zu einem einfachen Lied aus dem Gotteslob sowie zu einem einfachen Generalbass. Anschließend analysierst du einen vierstimmigen Satz. In der schriftlichen Klausur schreibst du einen vierstimmigen Satz.

  • Gehörbildung (mündlich 10 Minuten, schriftlich 60 Minuten)
    Mündlich bestimmst du Intervalle und Akkorde, klatschst Rhythmen nach, findest von der Stimmgabel aus die Töne eines Chorsatzes und singst eine Chorstimme deiner Stimmlage vom Blatt. In der schriftlichen Klausur schreibst du drei Diktate: rhythmisch (einstimmig), polyphon (zweistimmig) und akkordisch (vierstimmig).

  • Chorpraktisches Klavierspiel (10 Minuten)
    Du spielst die im Fach Chorleitung vorbereiteten Werke sowie eine leichte vierstimmige Chorpartitur in modernen Schlüsseln. Außerdem harmonisierst du ein einfaches Neues Geistliches Lied nach Akkordsymbolen.

  • Musikgeschichte (mündlich, 10 Minuten)
    Geprüft werden Grundkenntnisse der Kirchenmusikgeschichte sowie ein Spezialgebiet deiner Wahl.

  • Orgelkunde (mündlich, 10 Minuten)
    Hier zeigst du Grundkenntnisse zum Aufbau der Orgel, zur Registerkunde und zum Stimmen von Zungenregistern.
  

Die Anmeldefrist zur Prüfung ist der 15. Juni. Wichtig: Die Anmeldung zur C-Prüfung ist nur über die Bezirkskantorate an das Amt für Kir­chen­musik möglich; Auch die Einreichung der Orgel- und Klavierlisten erfolgt nur über die Bezirkskantorate an das Amt für Kirchenmusik. Die Aufgaben in den Fächern Gregorianischer Choral, Deutscher Liturgiegesang, Chorleitung, Orgelliteraturspiel (= drittes Werk) und Chorpraktisches Klavierspiel werden dir spätestens 6 Wochen vor dem Prüfungstermin schriftlich mitgeteilt. 
  

Möchte sich ein C-Schüler oder eine C-Schülerin in nur einem Teilbereich (Chorleitung oder Orgel) ausbilden lassen, so kann er/sie sich nach dem ersten Jahr der allgemeinen C-Ausbildung spezialisieren, was eine geringere Anzahl an Unterrichtsfächern zur Folge hat. Statt der Gesamtprüfung werden nur die Teilprüfungen im entsprechenden Hauptfach (Chorleitung oder Orgel) und den dazugehörigen Fächern abgelegt.

Abschluss

Kirchenmusikalische C-Prüfung im Teilbereich; Befähigung als nebenberufliche/r Chorleiter/in oder Organist/in in einer kath. Kirchengemeinde.
  
Bezirkskantor Rahn spielt die Orgel auf dem Intensivkurs der C-Ausbildung
Sängerinnen und Sänger singen im Chorleitungskurs
Eine Sängering singt im Chor des Intensivkurses zur C-Ausbildung
 

Bei Fragen zur Ausbildung